Schurwoll-Steppdecke für das Kinderbett

Ich finde, es gibt keine wohligere Wärme als die von reiner Schafwolle. Deshalb hatte mein Sohn bis vor einiger Zeit auch noch kuschelige Schlafsäcke wie diesen mit Lammflor gefütterten. Als er dann vom Schlafsack zur Bettdecke wechselte, hat er aus alten Beständen zunächst eine dicke Daunendecke bekommen. Auch Daunen sind super, aber für die Übergänge musste Wolle her.

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Söhnchen hat nun eine Decke aus allerfeinstem Material: Bio-Baumwoll-Perkal von Anita Pavani gefüttert und versteppt mit Bio-Wollvlies vom Finkhof. So etwas hat bei uns zu Hause sonst niemand. Das gute Stück ist inzwischen schon seit einiger Zeit im Einsatz, der Sohn schläft gut und mag seine Decke.

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Das Material war gut zu verarbeiten. Allerdings hat die Größe und Dicke der Decke die Verarbeitung schon etwas knifflig gemacht. Vor allem das Steppmuster soll natürlich von beiden Seiten möglichst sauber und ohne Falten sein, was schon Mühe macht und mir auch nicht einwandfrei gelungen ist. Für die Funktion ist das aber nicht allzu relevant.

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Konkret habe ich zunächst das Vlies locker von Hand mit einigen großen Stichen am Unterstoff festgenäht, damit es nicht verrutscht – die Fäden habe ich später von rechts wieder heraus gezogen. Danach habe ich den Außenstoff von Links bis auf eine Wendeöffnung zugenäht und dabei das Vlies mitgefasst. Nach dem Wenden saß alles noch an seinem Platz und ich konnte mit dem Steppen beginnen.

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Dieser Beitrag ist verlinkt bei: Biostoff-Linkparty von Selbermachen macht glücklich; Ich-näh-bio von Keko Kreativ; After Work Sewing

Verwendetes Material: Bio-Perkal von Anita Pavani (100% Bio-Baumwolle), Bio-Wollvlies (kbT) vom Finkhof — Materialkosten: ca. 50 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: Nicht nötig

Upcycling | Wollpulli für den Sohn

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Ich liebe es, wenn aus nicht mehr gebrauchten Dingen Neues entstehen kann. Besonders wenn es dabei um besonders schöne und hochwertige Materialien geht wie bei diesem Pulli aus reiner Schurwolle. Es ist Winter, es gibt keine Flohmärkte, aber das Kind macht einen Wachstumsschub und braucht neue Kleidung – beste Voraussetzungen für ein neues Upcycling-Projekt. Der Damenpulli in Gr. 38 (allerdings eher weit geschnitten) hat super für einen Kinderpulli in Größe 92 gereicht. Ökologischer, fairer und ökonomischer geht es doch eigentlich gar nicht mehr oder? Und schön ist das Ding auch noch geworden.

So, los geht‘s.

Hier ist das Ausgangsmaterial.

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Ich besitze den Pulli seit mindestens 15 Jahren und damals war er schon vom Flohmarkt – die Qualität hat auf jeden Fall überzeugt. Seit mindestens 3 Jahren habe ich ihn allerdings nicht mehr angehabt, Geschmack und so ändern sich ja manchmal doch.

Ich habe mich für den Hoodie-Schnitt von Nosh entschieden. Den habe ich schon öfter genäht und finde ihn einfach super und variabel. Dieses Mal habe ich die Kapuze weggelassen, dafür den Halsausschnitt etwas flacher und kleiner geschnitten. Außerdem habe ich die Tasche weggelassen und den Rumpf etwas verlängert, weil ich das bei meinem Sohn mag.

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Ich habe die Schnittteile jeweils so angelegt, dass ich die Ärmel- und Bauchbündchen vom alten Pulli übernehmen kann. Für das Halsbündchen habe ich einen Extrastreifen aus dem Strickstoff verwendet.

So sieht das Ergebnis aus – wunderbar schlicht, aber hochwertig und schön:

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Und mein in Kleidungsfragen eigentlich komplizierter Sohn fühlt sich wohl:

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Mich interessiert, was ihr dazu sagt! Was sind eure liebsten Upcycling-Projekte?

Verwendetes Material: Alter Wollpulli, Nähgarn aus dem Antiquariat — Materialkosten: 0 Euro — Zeitaufwand: ca. 1 Stunde — Schnitt: Hide-Hoodie von Nosh