Zwergenkostüm zum Karneval

Nach Karneval ist es natürlich viel zu spät, über Karnevalskostüme zu sprechen. Leider habe ich es einfach nicht mehr rechtzeitig vor Karneval geschafft, Fotos zu schießen und den Blogbeitrag zu erstellen. Zeigen will ich es trotzdem.

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Zum Kita-Karnevalsthema „Zwerge und Feen“ hat mein Sohn ein Zwergenkostüm bekommen. Und es ist das erste Mal, dass er richtig eifrig an der Nähmaschine mit gearbeitet hat und am liebsten ständig nähen wollte. Alleine geht es natürlich noch nicht, aber er weiß, wie man die Spule oder den Nähfuß wechselt, kann die richtige Garnfarbe heraussuchen, verschiedene Stiche einstellen, neues Garn aufspulen und alles auch mit den entsprechenden Fachbegriffen versehen. Man kann sagen, das Kostüm ist eine richtige Gemeinschaftsarbeit.

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Begonnen haben wir mit einer Weste. Der Außenstoff dafür stammt aus dem reichhaltigen Vorrat an ausgemusterten Herrenhemden, der mir vor einiger Zeit vermacht wurde und schon für so manche Projekte das Material geliefert hat. Vielen Dank noch einmal dafür, ihr Lieben! Der Schnitt ist der gleiche wie bei der Hochzeitsweste von meinem Sohn. Auch sein Hochzeitshemd hat er am Karnevalstag zu der Weste getragen.

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Für die Hose haben wir auf einen altbewährten Freebie-Schnitt von Nosh zurückgegriffen, der ließ sich auch gut mit dem nicht-dehnbaren Stoff nähen. Der Stoff in Wildlederoptik stammt aus diesem Stapel Fabrikresten, die ich geschenkt bekommen habe. Vielen Dank dafür, liebe Alex und liebe Mama von Alex!

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Kombiniert haben wir die Hose am Ende mit einem schönen Ledergürtel, den mein Sohn bereits im Fundus hatte.

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Zwergenschuhe und Zwergenmütze komplettieren das Kostüm. Für die Schuhe habe ich Klimperkleins Puschenschnitt etwas abgeändert und nach einigen Probenähversuchen sind dabei sehr süße Schuhe herausgekommen, finde ich. Die Zwergenmütze war das zuletzt genähte Accessoire. Das Ergebnis gefällt mir nur mittelmäßig, aber aufgrund von Zeitmangel so kurz vor Karneval ist sie so geblieben.

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Achja, einen Bart haben wir auch noch gebastelt. Dafür haben wir viele, viele Stücke Sockenwolle auf einen leichten Stoff aus der Restkiste geknüpft, zum Schluss alles mit Vlieseline festgebügelt und festgenäht, ein Gummi angebracht und den Bart „frisiert“. Leider war es meinem Sohn doch zu ungeheuer, etwas im Gesicht zu tragen, sodass der Bart dann nicht zum Einsatz kam.

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Dieser Beitrag ist verlinkt bei: AfterWorkSewing

 

Verwendetes Material: ausgemustertes Herrenhemd, roter Interlockjersey und Sweat von Anita Pavani, ausgemusterte Fabrikstoffreste, Bio-Ecopell-Leder, Stoffreste, 2 Knöpfe aus dem heimischen Nähgeschäft, Bündchenstoff, Hosengummi, Sockenwolle in weiß, Rest Vlieseline — Materialkosten: max. 5 Euro Euro — Arbeitszeit: ca. 5 Stunden — Schnitte: Burda Modell 143 aus Heft 5/2010; Baggy Trousers von Nosh; Puschen von Klimperklein, etwas abgeändert

 

Hochzeitsoutfit für den Sohn

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Diesen Sommer haben wir nicht nur Urlaub gemacht, sondern auch geheiratet! Das ist natürlich ein Paradies für alle, die gerne nähen. Und so habe auch ich es mir nicht nehmen lassen, alles selbst zu nähen, was sich nähen lässt. An alledem möchte ich euch nun teilhaben lassen und den Anfang macht das Outfit vom Sohn.

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Ich wollte ein sommerliches, entspanntes und doch festliches Outfit für meinen Sohn und habe mich für ein Hemd mit Weste, kombiniert mit Sommerhose und einer Kappe entschieden.

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Das erste Stück, das entstanden ist, war das Kurzarmhemd aus einem tollen weißen Leinen von Anita Pavani. Der Schnitt hat mir dafür sehr gut gefallen – nur die kurzen Ärmel waren mir mit dem Leinen mit etwas Stand ein wenig zu weit.

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Mit der Weste nach einem Burda-Schnitt bin ich sehr zufrieden. Auch die verwendete Popeline von C. Pauli ist wirklich schön. Den laut Schnitt vorgesehen rückwärtigen Riegel habe ich einfach weggelassen.

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Ebenfalls aus der Burda stammt der Schnitt für die genähten Hosen. Um für jedes Sommerwetter gerüstet zu sein, habe ich eine lange Sommerhose und eine Bermudashorts genäht und tatsächlich kamen am Hochzeitstag auch beide zum Einsatz. Der Schnitt ist schön leicht, bequem und für unsere Sommergartenhochzeit passend festlich.

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Nachdem ich bei den Hosen alle Wetter-Eventualitäten berücksichtigt habe, wollte ich das auch beim Hemd gerne noch tun und habe noch ein langärmliges Hemd aus einem ausgemusterten Herrenhemd genäht. Dafür habe ich die Knopfleiste aus dem ursprünglichen Hemd einfach übernommen. Das sieht schön aus und hat mir ein Stück Arbeit erspart.

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Ja, und die „coole Kappe“ musste dann zum Schluss einfach noch dazu. Die Popeline hat glücklicherweise dafür noch gereicht. Den tollen Schnitt habe ich jetzt zum zweiten Mal genäht und bin auch dieses Mal mit dem Ergebnis absolut zufrieden.

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Übrigens sind auch die Blumenanstecker selbst gebunden. Das hat meine Schwägerin am Hochzeitsmorgen übernommen – und zwar nach dieser Anleitung.

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Alle Fotos (Ausschnitte) mit Ausnahme der Collage sind von unserem Hochzeitsfotografen Christian Knospe.

 

Hose und Bermudashorts: Verwendetes Material: Bio-Popeline (100% BW) „Leinenoptik – india ink“ von C. Pauli, bezogen über die Eulenmeisterei; je 2 Knöpfe aus dem hiesigen Knopfgeschäft, Hosengummi — Materialkosten: ca. 15 Euro pro Hose — Arbeitszeit: ca. 2 Stunden — Schnitt: Burda Modell 146 aus Heft 5/2010

Weste: Verwendetes Material: Bio-Popeline (100% BW) „Leinenoptik – india ink“ von C. Pauli, bezogen über die Eulenmeisterei; Upcycling-Jersey (aus einem alten Schlafanzugoberteil) in Dunkelblau, 2 Knöpfe aus dem hiesigen Knopfgeschäft, Vlieseline — Materialkosten: ca. 12 Euro — Arbeitszeit: ca. 2,5 Stunden — Schnitt: Burda Modell 143 aus Heft 5/2010

Kurzarmhemd: Verwendetes Material: Linon 2 (100 % Leinen) und 4 Buchsbaum-Holzknöpfe, beides von Anita Pavani, Vlieseline — Materialkosten: ca. 20 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: Burda Modell 145 aus Heft 5/2010

Langarmhemd: Material: ausgemustertes Herrenhemd, Vlieseline — Materialkosten: ca. 2 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: Burda Modell 144 aus Heft 5/2010

Kappe: Verwendetes Material: Bio-Popeline (100% BW) „Leinenoptik – india ink“ von C. Pauli, bezogen über die Eulenmeisterei; Upcycling-Jersey (aus einem alten Schlafanzugoberteil) in Dunkelblau, Vlieseline, etwas Hosengummi — Materialkosten: ca. 6 Euro — Arbeitszeit: ca. 2 Stunden — Schnitt: „Coole Kappe“ von Klimperklein