Eine kleine Sommer-Upcycling-Erfrischung: Leinentop

Ein ehemaliger Lieblings-Sommerpulli musste kürzlich vom Kleiderschrank ins Materiallager umziehen. Ab heute bereichert er in neuer Form als Upcycling-Teilchen wieder meinen Kleiderschrank.

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Der Pulli müsste ca. 4 Jahre alt gewesen sein. Gerade weil er aus 100% Leinen bestand und so schön leicht war, habe ich ihn sehr gerne getragen und wollte unbedingt etwas Neues daraus entstehen lassen.

Auf eine weitere lange Zeit mit dem neuen Top! 🙂

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Verwendetes Material: ausgedienter Pulli, ausgedientes Top als Bündchen für Hals- und Armausschnitte — Materialkosten: 0 Euro — Arbeitszeit: ca. 40 Minuten — Schnitt: eigener Schnitt „Zohet“

Upcycling-Basics für den Sommer und: Wie wäre eigentlich ein Leben ohne Nähmaschine?

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Wie ein Leben ohne Nähmaschine wäre, kann ich mir eigentlich kaum vorstellen. Manchmal versuche ich, eine Vorstellung davon zu bekommen, wie diejenigen Leute im Leben zurecht kommen, die andere Hobbies haben und deshalb nicht selber nähen. Wo bekommen sie all die Sachen, die zu ihren Bedürfnissen passen? Woher nehmen sie die Zeit, nach den Sachen zu suchen, die zu ihren Bedürfnissen passen? Brauchen sie nie irgendwelche Lösungen nach Maß? Schmeißen sie alles (textile) weg, was für den ursprünglichen Zweck nicht mehr taugt? Jedenfalls wird mir nach solchen Überlegungen immer wieder bewusst, wie wertvoll für mich das Nähen ist und wie sehr ich mich bereits daran gewöhnt habe, dass (zumindest einfachere) Maßlösungen kein Problem sind und ich bis zu einem bestimmten Level für uns Kleidung nähen kann, die ziemlich genau dem entspricht, was wir uns gerade wünschen. Und nicht zuletzt: wie sehr ich mich daran gewöhnt habe, dass Altes oder Beschädigtes in der Regel dem Materiallager zugeführt wird und auf neue Bestimmungen wartet.

So auch mit diesen neuen T-Shirts für meinen Sohn. Nicht, dass sie allzu besonders oder raffiniert wären. Aber mein Sohn hat am liebsten T-Shirts ohne Knöpfe, ohne Aufdruck, ohne Kragen oder Taschen und mit schön elastischem Halsausschnitt. Dazu kommen meine Ansprüche: ökologisch und sozial vertretbar, nicht zu teuer, einigermaßen schön, nicht zu hell bzw. schmutzanfällig. Also, für diese beiden T-Shirts, die alle unsere Wünsche erfüllen, habe ich etwa eine Stunde gebraucht. Ich behaupte mal, dass Kaufen inkl. Suche nur minimalen Zeitgewinn, dafür vermutlich Abstriche bei Ausgaben und evtl. weiteren Punkten bedeutet hätte.

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Das Material haben drei ausgediente T-Shirts von mir geliefert, als zugekauftes Material war nur noch ein wenig Bündchenstoff nötig.

 

Wie ist das denn bei euch? Wie wäre es bei euch, wenn ihr keine Nähmaschine hättet? Und falls hier auch Nicht-Näher lesen: Wie macht ihr das?

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Verwendetes Material: ausgediente T-Shirts, Bündchenstoff — Materialkosten: ca. 5 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde — Schnitt: Raglan-Shirt von Klimperklein

Sommervorgeschmack: Upcycling Kinderhose

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Der wunderbare Sonnenschein darf ab jetzt gerne bleiben. Wir sind jedenfalls gerüstet. Und wenn doch mal wieder Regenwetter ist, bekommt man mit diesen Hosen trotzdem Sommerlaune.

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Zwei ausgemusterte Tücher – eins habe ich vor 15 Jahren im Urlaub gekauft, das andere wurde mir glaube ich mal von irgendwem zur Weiterverarbeitung vermacht – haben in den Sommerhosen eine neue Aufgabe gefunden.

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Der Schnitt ist selbstgebastelt, ganz flott und unkompliziert genäht und superbequem.

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Verwendetes Material: ausgemusterte Tücher, Bündchenstoff von Lebenskleidung (terracotta) und Anita Pavani (hellgrau), Hosengummi — Materialkosten: ca. 5 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde pro Hose — Schnitt:Schnitt Sommerhose rhinofino Gr. 104

Upcycling für den Frühlingsstart: Herrenhemd zu Kinderhemd

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Das Hemd, das ich heute zeige, ist wieder in Kooperation mit meinem Sohn entstanden. „Mama, wir können ein Hochzeitshemd nähen!“.

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Die Ausdauer meines Sohnes hat nicht ganz bis zur Fertigstellung gereicht, aber die ersten Arbeitsschritte haben wir zusammen gemacht. Die Stoffwahl beispielsweise hat größtenteils mein Sohn übernommen.

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Der Stoff stammt von einem der vielen ausgemusterten Herrenhemden, die mir vermacht wurden.

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Damit es wie gewünscht ein richtiges „Hochzeitshemd“ wird, haben wir den Schnitt vom Hochzeitsoutfit wiederverwendet.

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Ein bisschen Arbeit konnten wir uns sparen dadurch, dass wir Knopfleiste und Manschettenschlitz vom ursprünglichen Hemd übernommen haben.

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Den obersten Knopf habe ich leider etwas zu hoch gesetzt, sodass es schon sehr eng schließt. Ansonsten ist das Ergebnis ganz gut geworden. Das Hemd gehört jedenfalls zur Lieblingsgarderobe meines Sohnes und immer, wenn er sich selbst etwas anzuziehen aussucht, ist es dieses Hemd.

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Verwendetes Material: aussortiertes Herrenhemd, Vlieseline — Materialkosten: ca. 3 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: Burda Modell 144 aus Heft 5/2010

 

Zwergenkostüm zum Karneval

Nach Karneval ist es natürlich viel zu spät, über Karnevalskostüme zu sprechen. Leider habe ich es einfach nicht mehr rechtzeitig vor Karneval geschafft, Fotos zu schießen und den Blogbeitrag zu erstellen. Zeigen will ich es trotzdem.

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Zum Kita-Karnevalsthema „Zwerge und Feen“ hat mein Sohn ein Zwergenkostüm bekommen. Und es ist das erste Mal, dass er richtig eifrig an der Nähmaschine mit gearbeitet hat und am liebsten ständig nähen wollte. Alleine geht es natürlich noch nicht, aber er weiß, wie man die Spule oder den Nähfuß wechselt, kann die richtige Garnfarbe heraussuchen, verschiedene Stiche einstellen, neues Garn aufspulen und alles auch mit den entsprechenden Fachbegriffen versehen. Man kann sagen, das Kostüm ist eine richtige Gemeinschaftsarbeit.

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Begonnen haben wir mit einer Weste. Der Außenstoff dafür stammt aus dem reichhaltigen Vorrat an ausgemusterten Herrenhemden, der mir vor einiger Zeit vermacht wurde und schon für so manche Projekte das Material geliefert hat. Vielen Dank noch einmal dafür, ihr Lieben! Der Schnitt ist der gleiche wie bei der Hochzeitsweste von meinem Sohn. Auch sein Hochzeitshemd hat er am Karnevalstag zu der Weste getragen.

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Für die Hose haben wir auf einen altbewährten Freebie-Schnitt von Nosh zurückgegriffen, der ließ sich auch gut mit dem nicht-dehnbaren Stoff nähen. Der Stoff in Wildlederoptik stammt aus diesem Stapel Fabrikresten, die ich geschenkt bekommen habe. Vielen Dank dafür, liebe Alex und liebe Mama von Alex!

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Kombiniert haben wir die Hose am Ende mit einem schönen Ledergürtel, den mein Sohn bereits im Fundus hatte.

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Zwergenschuhe und Zwergenmütze komplettieren das Kostüm. Für die Schuhe habe ich Klimperkleins Puschenschnitt etwas abgeändert und nach einigen Probenähversuchen sind dabei sehr süße Schuhe herausgekommen, finde ich. Die Zwergenmütze war das zuletzt genähte Accessoire. Das Ergebnis gefällt mir nur mittelmäßig, aber aufgrund von Zeitmangel so kurz vor Karneval ist sie so geblieben.

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Achja, einen Bart haben wir auch noch gebastelt. Dafür haben wir viele, viele Stücke Sockenwolle auf einen leichten Stoff aus der Restkiste geknüpft, zum Schluss alles mit Vlieseline festgebügelt und festgenäht, ein Gummi angebracht und den Bart „frisiert“. Leider war es meinem Sohn doch zu ungeheuer, etwas im Gesicht zu tragen, sodass der Bart dann nicht zum Einsatz kam.

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Verwendetes Material: ausgemustertes Herrenhemd, roter Interlockjersey und Sweat von Anita Pavani, ausgemusterte Fabrikstoffreste, Bio-Ecopell-Leder, Stoffreste, 2 Knöpfe aus dem heimischen Nähgeschäft, Bündchenstoff, Hosengummi, Sockenwolle in weiß, Rest Vlieseline — Materialkosten: max. 5 Euro Euro — Arbeitszeit: ca. 5 Stunden — Schnitte: Burda Modell 143 aus Heft 5/2010; Baggy Trousers von Nosh; Puschen von Klimperklein, etwas abgeändert

 

Hochzeitsoutfit für den Sohn

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Diesen Sommer haben wir nicht nur Urlaub gemacht, sondern auch geheiratet! Das ist natürlich ein Paradies für alle, die gerne nähen. Und so habe auch ich es mir nicht nehmen lassen, alles selbst zu nähen, was sich nähen lässt. An alledem möchte ich euch nun teilhaben lassen und den Anfang macht das Outfit vom Sohn.

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Ich wollte ein sommerliches, entspanntes und doch festliches Outfit für meinen Sohn und habe mich für ein Hemd mit Weste, kombiniert mit Sommerhose und einer Kappe entschieden.

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Das erste Stück, das entstanden ist, war das Kurzarmhemd aus einem tollen weißen Leinen von Anita Pavani. Der Schnitt hat mir dafür sehr gut gefallen – nur die kurzen Ärmel waren mir mit dem Leinen mit etwas Stand ein wenig zu weit.

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Mit der Weste nach einem Burda-Schnitt bin ich sehr zufrieden. Auch die verwendete Popeline von C. Pauli ist wirklich schön. Den laut Schnitt vorgesehen rückwärtigen Riegel habe ich einfach weggelassen.

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Ebenfalls aus der Burda stammt der Schnitt für die genähten Hosen. Um für jedes Sommerwetter gerüstet zu sein, habe ich eine lange Sommerhose und eine Bermudashorts genäht und tatsächlich kamen am Hochzeitstag auch beide zum Einsatz. Der Schnitt ist schön leicht, bequem und für unsere Sommergartenhochzeit passend festlich.

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Nachdem ich bei den Hosen alle Wetter-Eventualitäten berücksichtigt habe, wollte ich das auch beim Hemd gerne noch tun und habe noch ein langärmliges Hemd aus einem ausgemusterten Herrenhemd genäht. Dafür habe ich die Knopfleiste aus dem ursprünglichen Hemd einfach übernommen. Das sieht schön aus und hat mir ein Stück Arbeit erspart.

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Ja, und die „coole Kappe“ musste dann zum Schluss einfach noch dazu. Die Popeline hat glücklicherweise dafür noch gereicht. Den tollen Schnitt habe ich jetzt zum zweiten Mal genäht und bin auch dieses Mal mit dem Ergebnis absolut zufrieden.

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Übrigens sind auch die Blumenanstecker selbst gebunden. Das hat meine Schwägerin am Hochzeitsmorgen übernommen – und zwar nach dieser Anleitung.

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Alle Fotos (Ausschnitte) mit Ausnahme der Collage sind von unserem Hochzeitsfotografen Christian Knospe.

 

Hose und Bermudashorts: Verwendetes Material: Bio-Popeline (100% BW) „Leinenoptik – india ink“ von C. Pauli, bezogen über die Eulenmeisterei; je 2 Knöpfe aus dem hiesigen Knopfgeschäft, Hosengummi — Materialkosten: ca. 15 Euro pro Hose — Arbeitszeit: ca. 2 Stunden — Schnitt: Burda Modell 146 aus Heft 5/2010

Weste: Verwendetes Material: Bio-Popeline (100% BW) „Leinenoptik – india ink“ von C. Pauli, bezogen über die Eulenmeisterei; Upcycling-Jersey (aus einem alten Schlafanzugoberteil) in Dunkelblau, 2 Knöpfe aus dem hiesigen Knopfgeschäft, Vlieseline — Materialkosten: ca. 12 Euro — Arbeitszeit: ca. 2,5 Stunden — Schnitt: Burda Modell 143 aus Heft 5/2010

Kurzarmhemd: Verwendetes Material: Linon 2 (100 % Leinen) und 4 Buchsbaum-Holzknöpfe, beides von Anita Pavani, Vlieseline — Materialkosten: ca. 20 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: Burda Modell 145 aus Heft 5/2010

Langarmhemd: Material: ausgemustertes Herrenhemd, Vlieseline — Materialkosten: ca. 2 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: Burda Modell 144 aus Heft 5/2010

Kappe: Verwendetes Material: Bio-Popeline (100% BW) „Leinenoptik – india ink“ von C. Pauli, bezogen über die Eulenmeisterei; Upcycling-Jersey (aus einem alten Schlafanzugoberteil) in Dunkelblau, Vlieseline, etwas Hosengummi — Materialkosten: ca. 6 Euro — Arbeitszeit: ca. 2 Stunden — Schnitt: „Coole Kappe“ von Klimperklein

Upcycling Sommerbasics

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Mit diesen hübschen kleinen Upcycling Sommerbasics für meinen Sohn verabschiede ich mich in eine klitzekleine Sommerpause, aus der ich etwas Besonderes wieder mitbringen werde!

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Das Material für die Sommerteile stammt ebenfalls aus diesem bereits erwähnten großen Hemdenhaufen:

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Verwendetes Material: Ausgemusterte T-Shirts — Materialkosten: 0 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde — Schnitt: Raglan-Shirt von Klimperklein, Racerback-Shirt „Minisun“ von Aefflyns to go

12 Colours of Handmade Fashion – Upcycling Herrenhemd zu Sommerbluse

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Mein Mann hat eines seiner besonders schönen Hemden ausgemustert, das im Laufe der Zeit leider zu stark eingelaufen ist.

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Bei dem kürzlichen Sommerausbruch musste ich einfach alle anderen Nähprojekte stehen und liegen lassen und erstmal dieses Hemd zu einer leichten und luftigen Bluse verarbeiten.

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Der Schnitt stand schnell fest, da ich in letzter Zeit mehrfach mit diesem Schnitt experimentiert habe. Vor allem sind daraus Kleider enstanden, aber von Anfang an wollte ich gerne auch eine Bluse nach dem Schnitt nähen.

Das Nähen ging auch ganz gut vonstatten, nur das Shooting für diese Bluse hat mich halb wahnsinnig gemacht. Beim ersten Versuch haben wir vorher beim Chinesen eine verhängnisvolle Suppe gegessen. Beim zweiten Versuch war das Hemd völlig zerknittert. Beim dritten Versuch waren die Lichtverhältnisse unzulänglich. Beim vierten Versuch hing das quengelnde Kind an meinem Rockzipfel. Entschuldigt bitte, wenn die Fotos verbesserungswürdig sind.

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Der Stoff aus dem Hemd war etwas knapp, sodass ich seitlich noch ein Schnittteil ensetzen musste, was ich aber auch ganz schön finde.

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Das dezente rote Zierband ist ein schöner Kontrast zu dem hellen Stoff und gefällt mir ganz besonders gut.

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Mit meiner Bluse bin ich diesen Monat auch zum ersten Mal bei „12 Colours of Handmade Fashion“ von Tweed&Greet dabei!

Verwendetes Material: Webware aus einem ausgemusterten Herrenhemd — Materialkosten: ca. 3 Euro für das Zierband — Schnitt: Variante des Burda-Modells 107 aus 01/2016 —Arbeitszeit: ca. 2 Stunden

Upcycling | Wollpulli für den Sohn

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Ich liebe es, wenn aus nicht mehr gebrauchten Dingen Neues entstehen kann. Besonders wenn es dabei um besonders schöne und hochwertige Materialien geht wie bei diesem Pulli aus reiner Schurwolle. Es ist Winter, es gibt keine Flohmärkte, aber das Kind macht einen Wachstumsschub und braucht neue Kleidung – beste Voraussetzungen für ein neues Upcycling-Projekt. Der Damenpulli in Gr. 38 (allerdings eher weit geschnitten) hat super für einen Kinderpulli in Größe 92 gereicht. Ökologischer, fairer und ökonomischer geht es doch eigentlich gar nicht mehr oder? Und schön ist das Ding auch noch geworden.

So, los geht‘s.

Hier ist das Ausgangsmaterial.

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Ich besitze den Pulli seit mindestens 15 Jahren und damals war er schon vom Flohmarkt – die Qualität hat auf jeden Fall überzeugt. Seit mindestens 3 Jahren habe ich ihn allerdings nicht mehr angehabt, Geschmack und so ändern sich ja manchmal doch.

Ich habe mich für den Hoodie-Schnitt von Nosh entschieden. Den habe ich schon öfter genäht und finde ihn einfach super und variabel. Dieses Mal habe ich die Kapuze weggelassen, dafür den Halsausschnitt etwas flacher und kleiner geschnitten. Außerdem habe ich die Tasche weggelassen und den Rumpf etwas verlängert, weil ich das bei meinem Sohn mag.

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Ich habe die Schnittteile jeweils so angelegt, dass ich die Ärmel- und Bauchbündchen vom alten Pulli übernehmen kann. Für das Halsbündchen habe ich einen Extrastreifen aus dem Strickstoff verwendet.

So sieht das Ergebnis aus – wunderbar schlicht, aber hochwertig und schön:

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Und mein in Kleidungsfragen eigentlich komplizierter Sohn fühlt sich wohl:

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Mich interessiert, was ihr dazu sagt! Was sind eure liebsten Upcycling-Projekte?

Verwendetes Material: Alter Wollpulli, Nähgarn aus dem Antiquariat — Materialkosten: 0 Euro — Zeitaufwand: ca. 1 Stunde — Schnitt: Hide-Hoodie von Nosh