Brautkleid

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Heute zeige ich mein Brautkleid. Ich bin schon etwas stolz, dass ich meine Hochzeit tatsächlich im selbstgenähten Brautkleid feiern konnte. Bis zum fertigen Kleid war es ein langer Weg – und das trotz des vergleichsweise sehr schlichten Schnittes und Designs. Kein anderes Nähprojekt hat mich durch so viele Höhen und Tiefen geführt wie dieses. Glücklicherweise habe ich frühzeitig begonnen, sodass ich den zeitlichen Spielraum noch hatte, Fehler glattzubügeln, Unsicherheiten auszuräumen und mich Schritt für Schritt weiter zu hangeln.

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Ich hatte einen Schnitt für das Kleid, aber ich habe im Prozess noch einige Änderungen vorgenommen und auch die Materialauswahl hat einige Anpassungen nötig gemacht. Heute nehme ich mal das Ergebnis vorweg und zeige das Kleid. Im nächsten Beitrag erzähle ich noch mehr zum Nähprozess und meinen Erfahrungen mit dem Brautkleidschneidern und der Seide.

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Das Kleid hat ein locker fallendes Oberteil mit kurzen Ärmeln, relativ weitem Ausschnitt und einem Keyhole am Rücken. Das Rockteil ist um die Hüfte körpernah geschnitten, nach unten weit schwingend und wadenlang. Vernäht habe ich naturweißen Seidenpongé und Habotai-Seide in drei Lagen. Dadurch schimmert die Seide noch schöner und das Kleid wirkt sehr leicht. Bis auf die einlagig genähten kurzen Ärmel sind alle Lagen im Schnitt identisch.

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Alle in diesem Beitrag gezeigten Fotos sind von unserem Hochzeitsfotografen Christian Knospe.

Dieser Beitrag ist verlinkt bei: Me Made Mittwoch und After Work Sewing.

Verwendetes Material: Seidenpongé (100% Maulbeerseide) naturweiß und Habotai-Seide (100% Maulbeerseide) naturweiß von Anita Pavani, Seidengarn, Seidenmalfarbe, Stoffknopf aus dem örtlichen Knopfgeschäft — Materialkosten: ca. 200 Euro für Garn und Seide — Arbeitszeit: unendlich lange (mindestens 30 Stunden, nicht eingerechnet die zahlreichen Probekleider) — Schnitt: Modell 107 aus Burda 01/2016