12 Colours of Handmade Fashion – Blaues Sommershirt aus Leinen

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Selmins Aufruf, diesen Monat etwas Blaues zu nähen, habe ich gerne zum Anlass genommen, auch meine eigene dürftige Sommergarderobe etwas aufzustocken. Blau gehört auch zu meinen liebsten Farben und so konnte ich mir doch diese Gelegenheit in inspirierender Gesellschaft blau zu nähen, nicht entgehen lassen.

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Für den Schnitt habe ich in ganz alten Schnittmusterordnern gewühlt und bin auf diesen vergessenen Shirtschnitt gestoßen. Ich mag den schlichten Schnitt mit kleinen Details.

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Ich habe bei Anita Pavani einen Leinenstoff in einem dunklen Blau ausgewählt. Als der Stoff hier ankam, war ich skeptisch, ob es der richtige Stoff für den Schnitt ist, da er doch recht viel Stand hat. Aber das Ergebnis hat mich vom Gegenteil überzeugt. Ich finde, Schnitt und Stoff passen wunderbar zusammen und der Schnitt kommt durch den Stand des Stoffes nochmal besonders gut zur Geltung.

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Als das Hemd fertig war, fehlte mir noch ein kleines farbiges Detail. Mein Mann hat ja an anderer Stelle bereits seinen Blick für schönes, dezentes Design bewiesen, also habe ich ihn zu Rate gezogen. Nach seiner Empfehlung habe ich dann am Saum die kleinen gelben Details aufgestickt.

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Wie beglückend es doch sein kann, Dinge zu vergessen und irgendwann wiederzufinden! Selmins neue Tipps zu Ordnung im Nähzimmer fand ich zwar sehr inspirierend, aber es hat auch was für sich, nicht immer über alles einen Überblick zu haben! Oder wie geht es euch? 🙂

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Verwendetes Material: Garngefärbter „Blue Lein“ (100% Leinen) von Anita PavaniMaterialkosten: ca. 32 Euro — Arbeitszeit: ca. 2 Stunden — Schnitt: ein eigener

Verlinkt bei: 12 Colours of Handmade Fashion

Gardinen für Kinderzimmer und Schlafzimmer

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Wir wohnen schon über ein Jahr in der neuen Wohnung, aber erst jetzt hat es geklappt, Gardinen anzubringen. Es war auch nicht ganz so dringend – es geht um vier kleine Fenster innerhalb der Wohnung, die bei Bedarf nun abgedunkelt werden können.

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Mein Sohn beschäftigt sich sehr gerne mit Tieren und kann unendlich viele Tierarten auswendig. Daher passte der Canvas mit den Nashörnern und Giraffen einfach richtig gut und erfüllt seinen Zweck an dieser Stelle wirklich gut. An der oberen Kante der Gardinen habe ich als netten Akzent einen grünen Jersey-Streifen eingenäht.

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Für die Schlafzimmerfenster haben wir eine Shantung-Seide in einer wunderschönen Farbe ausgewählt. Die farbige Seide bringt Leichtigkeit ins Schlafzimmer, ist sehr schön anzusehen und anzufassen und ist trotzdem dicht genug, um den Raum etwas abzudunkeln.

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Verwendetes Material: Shantung-Seide (100% Tussah-Seide) in der Farbe „Silberweide“ von Anita Pavani; Canvas „Lasse“ mit Nashörnern und Giraffen; Rest Jersey — Materialkosten: ca. 80 Euro — Arbeitszeit: ca. 2 Stunden

12 Colours of Handmade Fashion – Upcycling Herrenhemd zu Sommerbluse

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Mein Mann hat eines seiner besonders schönen Hemden ausgemustert, das im Laufe der Zeit leider zu stark eingelaufen ist.

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Bei dem kürzlichen Sommerausbruch musste ich einfach alle anderen Nähprojekte stehen und liegen lassen und erstmal dieses Hemd zu einer leichten und luftigen Bluse verarbeiten.

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Der Schnitt stand schnell fest, da ich in letzter Zeit mehrfach mit diesem Schnitt experimentiert habe. Vor allem sind daraus Kleider enstanden, aber von Anfang an wollte ich gerne auch eine Bluse nach dem Schnitt nähen.

Das Nähen ging auch ganz gut vonstatten, nur das Shooting für diese Bluse hat mich halb wahnsinnig gemacht. Beim ersten Versuch haben wir vorher beim Chinesen eine verhängnisvolle Suppe gegessen. Beim zweiten Versuch war das Hemd völlig zerknittert. Beim dritten Versuch waren die Lichtverhältnisse unzulänglich. Beim vierten Versuch hing das quengelnde Kind an meinem Rockzipfel. Entschuldigt bitte, wenn die Fotos verbesserungswürdig sind.

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Der Stoff aus dem Hemd war etwas knapp, sodass ich seitlich noch ein Schnittteil ensetzen musste, was ich aber auch ganz schön finde.

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Das dezente rote Zierband ist ein schöner Kontrast zu dem hellen Stoff und gefällt mir ganz besonders gut.

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Mit meiner Bluse bin ich diesen Monat auch zum ersten Mal bei „12 Colours of Handmade Fashion“ von Tweed&Greet dabei!

Verwendetes Material: Webware aus einem ausgemusterten Herrenhemd — Materialkosten: ca. 3 Euro für das Zierband — Schnitt: Variante des Burda-Modells 107 aus 01/2016 —Arbeitszeit: ca. 2 Stunden

Wollwalkjacke für den Mann

DSCF4136blogZum Geburtstag bekommt mein Mann dieses Jahr eine selbstgenähte Walkjacke. Gerade für Jacken finde ich Wolle ganz besonders angenehm zu tragen. Die klimaausgleichende Eigenschaft der Wolle ist bei allen Temperaturen herrlich und sogar bei Regen bis zu einer beträchtlichen Stärke kommt man mit Wolle prima zurecht. Eine „richtige“ Regenjacke aus wasserdichter Kunstfaser hängt zwar bei uns auch an der Garderobe, aber die kommt nur selten zum Einsatz.

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Mit dem verwendeten Schnitt bin ich sehr zufrieden. Sehr minimalistisch, schlichte Linien, Details, die mit dem hochwertigen Stoff richtig zur Geltung kommen.

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Ich habe die Größe L genäht, aber Rumpf, Ärmel und Kapuze auf Größe XXL verlängert.

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Der Wollwalk ist von Anita Pavani. Es ist ein nicht allzu schwerer Walk, der ganz wunderbar griffig ist und sich super verarbeiten lässt.

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Für die Übergangszeit wird die Jacke sehr gut sein, aber mit einem Pulli drunter auch für den Winter.

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Verwendetes Material: Walk avio (100% Schurwolle) von Anita Pavani/Naturstoff — Materialkosten: ca. 110 Euro — Arbeitszeit: ca. 6 Stunden — Schnitt: „Zeeland“ von Schnittreif

Luftiges Shirt aus Baumwolle-Wolle für den Mann

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Hier ist ein lockeres Shirt für den Heimgebrauch oder für entspannte Ausflüge entstanden.

Der Bio-Wolljersey von Lillestoff ist sehr schön. Mein Mann war ganz begeistert davon, wie der Stoff sich beim Tragen anfühlt. Die Farben und die Kombination von dem Dunkelblau mit dem Caramell gefallen mir wirklich auch sehr gut.

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Ich habe es leider versäumt, den Schnitt sorgfältig an die konkreten Maße von meinem Mann anzupassen. Meist passen ihm die Standardgrößen nicht so gut, da er sehr groß, aber auch sehr schlank ist. In der Länge passt das Shirt gut, allerdings sind die Schultern etwas breit geworden. So verstärkt das halt einfach noch ein bisschen mehr den Wohlfühlcharakter des Shirts.

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Verwendetes Material: Bio-Wolljersey (90% BW, 10% Wolle) von Lillestoff in dunkelblau und caramell — Materialkosten: ca. 16 Euro — Arbeitszeit: ca. 1,5 Stunden — Schnitt: „Benedikt“ von Rockerbuben

Kuscheljacke

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Diese tolle Kuscheljacke ist mir schon richtig ans Herz gewachsen – seitdem sie fertig ist, ist sie ständig im Einsatz. Eigentlich wollte ich vor allem eine Jacke für die Sofaecke, aber ich finde, dass man sie einfach zu allen Anlässen gut tragen kann – bei der Arbeit, im Restaurant, Kino, Spielplatz…

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Der schöne Stoff hat meines Erachtens also eine absolut würdige Verwendung gefunden. Die Baumwoll-Woll-Kombination trägt sich wirklich sehr angenehm und die aufgerauhte Innenseite ist schön kuschelig.

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Die Jacke ist nach dem Strickjacken-Schnitt „Halja“ von Näähglück entstanden. Allerdings habe ich die vorderen und den unteren Saum „begradigt“ und unten einen breiten Saum angenäht. Zu Beginn hatte ich vor, noch Knöpfe anzubringen, aber ich finde es jetzt ohne schöner.

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Verwendetes Material: Bio-Baumwolle-Wolle-Sweat (65% Wolle, 35% Baumwolle) in schwarz von Lebenskleidung — Materialkosten: ca. 60 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde — Schnitt: Strickjacke „Halja“ von Näähglück

Karnevalskostüm in Vollendung

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Um das Katzenkostüm für meinen Sohn zu komplettieren, sind noch ein Oberteil und ein Katzenschwanz entstanden.

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Für das Oberteil habe ich den wunderbaren Interlock von Lebenskleidung verwendet. Von Qualität und Farbe des Stoffes bin ich wirklich hingerissen. Ich habe den Raglanschnitt von Klimperklein mit einem weißen Katzenbauch benäht. Ich bereue es ein wenig, dass ich für den Bauch 100%-PE-Pannesamt verwendet habe, weil ich dachte, dass es für Karneval doch etwas glitzern müsste – das ist ein fürchterliches Zeug… Für die Kapuze habe ich zu Schnabelinas „JaWePu“-Schnitt gegriffen und zwei Katzenohren aufgesetzt. Die Ohren sind mit Vlieseline H640 verstärkt, das hat ganz gut geklappt. Nur wollte mein Sohn, wie zu erwarten war, die Kapuze natürlich nicht aufsetzen (bei dem folgenden Foto war ich einfach schneller als er).

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Den Schwanz habe ich ebenfalls aus Karnevals-Kunstfaser hergestellt und ganz schlicht an einem Gummiband festgenäht, das der junge Mann um den Bauch trägt.

Und da ich mit diesem Beitrag etwas verspätet bin, kann ich auch erzählen, wie der Karnevalstag verlaufen ist. Beim Anziehen zunächst mäßiges Geschrei, das in großes Gezerre überging, als mein Sohn entdeckte, dass ich ihm einen Katzenschwanz mit angezogen habe. Mit Erklärungen, dass das ein richtiger Katzenschwanz ist, war er ganz gut zu beschwichtigen. Das Riesendrama kam, als in der Kita alle anderen auch verkleidet waren – es war das erste Mal, dass morgens der Abschied schwer fiel. Nachmittags erfuhr ich, dass er sich schnell beruhigt hat und nach dem Mittagsschlaf unbedingt das komplette Katzenkostüm wieder anziehen wollte.

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Verwendetes Material: Bio-Interlock in schwarz von Lebenskleidung, schwarzes Bündchen, Pannesamt in weiß, Kunstfell in schwarz, Gummiband — Materialkosten: ca. 20 Euro — Arbeitszeit: ca. 1,5 Stunden — Schnitt: Raglanshirt von Klimperklein; für die Kapuze JaWePu von Schnabelina

Karnevalskostüm Teil 2

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Teil 2 des Katzenkostüms für meinen Sohn ist eine stinknormale Jogginghose in schwarz. Also, ein bisschen besonders ist sie schon, weil ich Reste von dem wunderbaren Baumwolle-Wolle-Sweat von Lebenskleidung verwendet habe. Der ist wirklich total angenehm, weich und schick.

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Auch die Hose wird mit etwas Vorlauf schonmal eingetragen, um meinen Sohn am Karnevalsmorgen nicht mit einem komplett unbekannten Karnevalskostüm in allzu großen Stress zu versetzen.

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Verwendetes Material: Bio-Baumwolle-Wolle-Sweat (65% Wolle, 35% Baumwolle) in schwarz von Lebenskleidung, schwarzes Bündchen, Gummiband — Materialkosten: ca. 25 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde — Schnitt: Luis-Hose von Schnabelina

Auf leisen Pfoten – Katzenpuschen

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Nächste Woche ist Kita-Karneval. Und mein Sohn ist sehr eigen, was Bekleidung angeht. Am liebsten ist es ihm, wenn er die altbekannte, möglichst weiche, gemütliche, weite, aber nicht schlabberige Kleidung tragen kann. Ist ja soweit auch erstmal ganz gut nachvollziehbar. Aber er wächst noch und da muss die Kleidung manchmal erneuert werden. Eine neue Hose oder gar neue Puschen sind jedes Mal ein Riesendrama. Wie also soll ich meinen Sohn überzeugen, ein Karnevalskostüm anzuziehen?

Mir war von Anfang an klar, dass ein Kostüm hermuss, dass sich möglichst wenig von der gewohnten Alltagskleidung unterscheidet. Soll aber ja trotzdem Kostüm sein und zu Karneval passen. Thema für die Karnevalsfeier ist „Bauernhof“.

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Wir haben lange überlegt, für welches Bauernhoftier der Knirps sich wohl am ehesten begeistern kann und sind bei der Katze gelandet. Schon Wochen vor der Karnevalsfeier haben wir mit allen möglichen Tricks versucht, sein Interesse für Katzen zu verstärken. Hat auch ganz gut geklappt.

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Heute – eine Woche vor der Karnevalsfeier – sollten schonmal die Katzenpuschen eingeführt werden, damit sie bis zur Feier hoffentlich akzeptiert sind. Puschen natürlich nach dem gleichen Schnitt wie immer und auch kein Flausch oder so dran – da wäre die Arbeit sonst vermutlich umsonst gewesen.

Wie immer bei neuen Puschen: Wir kommen von der Kita, mein Sohn sieht die neuen Puschen, schreit auf, kramt die alten raus, rennt davon. Ich überliste ihn, ziehe schnell die neuen Puschen an. Großes Geschrei, der Sohn fällt völlig zurück in frühere Entwicklungsphasen, kann plötzlich nicht mehr laufen und wenn, dann höchstens humpelnd auf Zehenspitzen, aber eigentlich geht nur noch Tragen. Das dauert dann ein bisschen an, bis man ihn mit Keksen und Milch besänftigen und mit allerlei Spielzeug ablenken kann. Bis zum Abend konnte er immerhin schonmal wieder laufen.

Hier sind sie also die Katzenpuschen als erster Bestandteil für das Karnevalskostüm, Rest folgt. 🙂

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Verwendetes Material: Bio-Ecopell-Leder aus der Restekiste in schwarz und „bahamas sand“, Gummiband — Materialkosten: ca. 8 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde — Schnitt: Puschen von Klimperklein

Zu-Hause-Korb

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Ich habe schon einige Körbe genäht, aber bisher war ich meist mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Mal waren sie zu schlabberig, mal standen sie nicht gerade, mal passte einfach der Boden nicht exakt in den äußeren Ring. Jetzt habe ich endlich einen Korb hinbekommen, der mir ganz gut gefällt. Hier ist er.

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Passend zum Motiv des schönen Stoffes wartet er an der Wohnungstür, um von den Nachhausekommenden Schals, Mützen und Handschuhe entgegenzunehmen.

Für die Griffe habe ich einen alten Gürtel verwertet und die Lederreste, mit denen ich die Griffe angebracht habe, stammen aus einem alten Stapel Leder-Griffproben, den mir meine Mutter vererbt hat.

Und endlich finden auch die Stoffmalstifte, die ich vor zig Jahren mal für den Job gekauft habe, eine Verwendung.

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Zur Stabilisierung habe ich dieses Mal Vlieseline H640 auf den Außenstoff aufgebügelt. Das finde ich viel einfacher zu handhaben als das Decovil und zumindest für einen Korb in dieser Größe gibt sie dem Baumwoll-Leinen-Stoff ausreichend Stabilität.

Was sind eure liebsten Quellen für euer (Näh-)Material?

Verwendetes Material: Leinen-Baumwolle-Mix von Swafing „Paula Häuser“ in Natur, Baumwollbatist von Atelier Brunette „Bye Bye Bierdie“ in Rost, Vlieseline H640, alter Gürtel, Leder-Griffproben aus dem Fundus, Stoffmalstifte aus dem Fundus — Materialkosten: ca. 14 Euro — Zeitaufwand: ca. 2 Stunden — Schnitt: Teller für den Boden, Umfang ausgerechnet