Auf leisen Pfoten – Katzenpuschen

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Nächste Woche ist Kita-Karneval. Und mein Sohn ist sehr eigen, was Bekleidung angeht. Am liebsten ist es ihm, wenn er die altbekannte, möglichst weiche, gemütliche, weite, aber nicht schlabberige Kleidung tragen kann. Ist ja soweit auch erstmal ganz gut nachvollziehbar. Aber er wächst noch und da muss die Kleidung manchmal erneuert werden. Eine neue Hose oder gar neue Puschen sind jedes Mal ein Riesendrama. Wie also soll ich meinen Sohn überzeugen, ein Karnevalskostüm anzuziehen?

Mir war von Anfang an klar, dass ein Kostüm hermuss, dass sich möglichst wenig von der gewohnten Alltagskleidung unterscheidet. Soll aber ja trotzdem Kostüm sein und zu Karneval passen. Thema für die Karnevalsfeier ist „Bauernhof“.

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Wir haben lange überlegt, für welches Bauernhoftier der Knirps sich wohl am ehesten begeistern kann und sind bei der Katze gelandet. Schon Wochen vor der Karnevalsfeier haben wir mit allen möglichen Tricks versucht, sein Interesse für Katzen zu verstärken. Hat auch ganz gut geklappt.

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Heute – eine Woche vor der Karnevalsfeier – sollten schonmal die Katzenpuschen eingeführt werden, damit sie bis zur Feier hoffentlich akzeptiert sind. Puschen natürlich nach dem gleichen Schnitt wie immer und auch kein Flausch oder so dran – da wäre die Arbeit sonst vermutlich umsonst gewesen.

Wie immer bei neuen Puschen: Wir kommen von der Kita, mein Sohn sieht die neuen Puschen, schreit auf, kramt die alten raus, rennt davon. Ich überliste ihn, ziehe schnell die neuen Puschen an. Großes Geschrei, der Sohn fällt völlig zurück in frühere Entwicklungsphasen, kann plötzlich nicht mehr laufen und wenn, dann höchstens humpelnd auf Zehenspitzen, aber eigentlich geht nur noch Tragen. Das dauert dann ein bisschen an, bis man ihn mit Keksen und Milch besänftigen und mit allerlei Spielzeug ablenken kann. Bis zum Abend konnte er immerhin schonmal wieder laufen.

Hier sind sie also die Katzenpuschen als erster Bestandteil für das Karnevalskostüm, Rest folgt. 🙂

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Verwendetes Material: Bio-Ecopell-Leder aus der Restekiste in schwarz und „bahamas sand“, Gummiband — Materialkosten: ca. 8 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde — Schnitt: Puschen von Klimperklein

Zu-Hause-Korb

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Ich habe schon einige Körbe genäht, aber bisher war ich meist mit dem Ergebnis nicht wirklich zufrieden. Mal waren sie zu schlabberig, mal standen sie nicht gerade, mal passte einfach der Boden nicht exakt in den äußeren Ring. Jetzt habe ich endlich einen Korb hinbekommen, der mir ganz gut gefällt. Hier ist er.

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Passend zum Motiv des schönen Stoffes wartet er an der Wohnungstür, um von den Nachhausekommenden Schals, Mützen und Handschuhe entgegenzunehmen.

Für die Griffe habe ich einen alten Gürtel verwertet und die Lederreste, mit denen ich die Griffe angebracht habe, stammen aus einem alten Stapel Leder-Griffproben, den mir meine Mutter vererbt hat.

Und endlich finden auch die Stoffmalstifte, die ich vor zig Jahren mal für den Job gekauft habe, eine Verwendung.

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Zur Stabilisierung habe ich dieses Mal Vlieseline H640 auf den Außenstoff aufgebügelt. Das finde ich viel einfacher zu handhaben als das Decovil und zumindest für einen Korb in dieser Größe gibt sie dem Baumwoll-Leinen-Stoff ausreichend Stabilität.

Was sind eure liebsten Quellen für euer (Näh-)Material?

Verwendetes Material: Leinen-Baumwolle-Mix von Swafing „Paula Häuser“ in Natur, Baumwollbatist von Atelier Brunette „Bye Bye Bierdie“ in Rost, Vlieseline H640, alter Gürtel, Leder-Griffproben aus dem Fundus, Stoffmalstifte aus dem Fundus — Materialkosten: ca. 14 Euro — Zeitaufwand: ca. 2 Stunden — Schnitt: Teller für den Boden, Umfang ausgerechnet

Upcycling | Wollpulli für den Sohn

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Ich liebe es, wenn aus nicht mehr gebrauchten Dingen Neues entstehen kann. Besonders wenn es dabei um besonders schöne und hochwertige Materialien geht wie bei diesem Pulli aus reiner Schurwolle. Es ist Winter, es gibt keine Flohmärkte, aber das Kind macht einen Wachstumsschub und braucht neue Kleidung – beste Voraussetzungen für ein neues Upcycling-Projekt. Der Damenpulli in Gr. 38 (allerdings eher weit geschnitten) hat super für einen Kinderpulli in Größe 92 gereicht. Ökologischer, fairer und ökonomischer geht es doch eigentlich gar nicht mehr oder? Und schön ist das Ding auch noch geworden.

So, los geht‘s.

Hier ist das Ausgangsmaterial.

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Ich besitze den Pulli seit mindestens 15 Jahren und damals war er schon vom Flohmarkt – die Qualität hat auf jeden Fall überzeugt. Seit mindestens 3 Jahren habe ich ihn allerdings nicht mehr angehabt, Geschmack und so ändern sich ja manchmal doch.

Ich habe mich für den Hoodie-Schnitt von Nosh entschieden. Den habe ich schon öfter genäht und finde ihn einfach super und variabel. Dieses Mal habe ich die Kapuze weggelassen, dafür den Halsausschnitt etwas flacher und kleiner geschnitten. Außerdem habe ich die Tasche weggelassen und den Rumpf etwas verlängert, weil ich das bei meinem Sohn mag.

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Ich habe die Schnittteile jeweils so angelegt, dass ich die Ärmel- und Bauchbündchen vom alten Pulli übernehmen kann. Für das Halsbündchen habe ich einen Extrastreifen aus dem Strickstoff verwendet.

So sieht das Ergebnis aus – wunderbar schlicht, aber hochwertig und schön:

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Und mein in Kleidungsfragen eigentlich komplizierter Sohn fühlt sich wohl:

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Mich interessiert, was ihr dazu sagt! Was sind eure liebsten Upcycling-Projekte?

Verwendetes Material: Alter Wollpulli, Nähgarn aus dem Antiquariat — Materialkosten: 0 Euro — Zeitaufwand: ca. 1 Stunde — Schnitt: Hide-Hoodie von Nosh

Schäfchen-Schlafsack

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Für den Winter musste ein neuer Schlafsack für den Sohn her. Ich kaufe sehr ungerne Schlafsäcke, erstens, weil es so schwierig ist, einen Schlafsack ohne Naturfaseranteil zu einem bezahlbaren Preis zu bekommen und zweitens, weil ich dann immer daran denke, dass gerade ein Schlafsack eigentlich auch Ruckzuck selbst genäht ist.

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Der Lammflor, mit dem der Schäfchen-Schlafsack gefüttert ist, hat außerdem die bekannten Vorteile von Schurwolle. Gerade für den Schlaf finde ich einen guten Klimaaustausch wichtig. Und die selbstreinigende Wirkung der Wolle ist auch beim Schlafsack sehr praktisch (trotzdem kommt er ab und an in die Waschmaschine).

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Für den Schnitt habe ich einen Jackenschnitt verwendet und einfach nach unten verlängert.

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Verwendetes Material: Lammflor (61% Schurwolle, 39% BW) vom Finkhof, Feincord und Ringeljersey aus meiner Stoffkiste (ich weiß nicht mehr, wo ich sie gekauft habe), Reißverschluss — Materialkosten: ca. 50 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: selbst gebastelt