Upcycling | Wollpulli für den Sohn

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Ich liebe es, wenn aus nicht mehr gebrauchten Dingen Neues entstehen kann. Besonders wenn es dabei um besonders schöne und hochwertige Materialien geht wie bei diesem Pulli aus reiner Schurwolle. Es ist Winter, es gibt keine Flohmärkte, aber das Kind macht einen Wachstumsschub und braucht neue Kleidung – beste Voraussetzungen für ein neues Upcycling-Projekt. Der Damenpulli in Gr. 38 (allerdings eher weit geschnitten) hat super für einen Kinderpulli in Größe 92 gereicht. Ökologischer, fairer und ökonomischer geht es doch eigentlich gar nicht mehr oder? Und schön ist das Ding auch noch geworden.

So, los geht‘s.

Hier ist das Ausgangsmaterial.

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Ich besitze den Pulli seit mindestens 15 Jahren und damals war er schon vom Flohmarkt – die Qualität hat auf jeden Fall überzeugt. Seit mindestens 3 Jahren habe ich ihn allerdings nicht mehr angehabt, Geschmack und so ändern sich ja manchmal doch.

Ich habe mich für den Hoodie-Schnitt von Nosh entschieden. Den habe ich schon öfter genäht und finde ihn einfach super und variabel. Dieses Mal habe ich die Kapuze weggelassen, dafür den Halsausschnitt etwas flacher und kleiner geschnitten. Außerdem habe ich die Tasche weggelassen und den Rumpf etwas verlängert, weil ich das bei meinem Sohn mag.

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Ich habe die Schnittteile jeweils so angelegt, dass ich die Ärmel- und Bauchbündchen vom alten Pulli übernehmen kann. Für das Halsbündchen habe ich einen Extrastreifen aus dem Strickstoff verwendet.

So sieht das Ergebnis aus – wunderbar schlicht, aber hochwertig und schön:

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Und mein in Kleidungsfragen eigentlich komplizierter Sohn fühlt sich wohl:

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Mich interessiert, was ihr dazu sagt! Was sind eure liebsten Upcycling-Projekte?

Verwendetes Material: Alter Wollpulli, Nähgarn aus dem Antiquariat — Materialkosten: 0 Euro — Zeitaufwand: ca. 1 Stunde — Schnitt: Hide-Hoodie von Nosh

Schäfchen-Schlafsack

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Für den Winter musste ein neuer Schlafsack für den Sohn her. Ich kaufe sehr ungerne Schlafsäcke, erstens, weil es so schwierig ist, einen Schlafsack ohne Naturfaseranteil zu einem bezahlbaren Preis zu bekommen und zweitens, weil ich dann immer daran denke, dass gerade ein Schlafsack eigentlich auch Ruckzuck selbst genäht ist.

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Der Lammflor, mit dem der Schäfchen-Schlafsack gefüttert ist, hat außerdem die bekannten Vorteile von Schurwolle. Gerade für den Schlaf finde ich einen guten Klimaaustausch wichtig. Und die selbstreinigende Wirkung der Wolle ist auch beim Schlafsack sehr praktisch (trotzdem kommt er ab und an in die Waschmaschine).

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Für den Schnitt habe ich einen Jackenschnitt verwendet und einfach nach unten verlängert.

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Verwendetes Material: Lammflor (61% Schurwolle, 39% BW) vom Finkhof, Feincord und Ringeljersey aus meiner Stoffkiste (ich weiß nicht mehr, wo ich sie gekauft habe), Reißverschluss — Materialkosten: ca. 50 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: selbst gebastelt