Lasst uns Wärme nähen!

Der Stoff für dieses Projekt wurde mir von Lebenskleidung zur Verfügung gestellt.

Auch in diesem Jahr hat Lebenskleidung wieder viele viele Meter Stoff gespendet, um daraus wärmende Kleidungsstücke für Obdachlose entstehen zu lassen. Hier kannst Du den entsprechenden Blogbeitrag lesen.

Ich habe von Lebenskleidung einen schönen cremeweißen Baumwoll-Nicki und dazu beerenfarbenen Bündchenstoff bekommen. Ich hatte mit einer „pflegeleichteren“ und „männlicheren“ Farbe gerechnet, fand es dann aber doch schön, dass das volle Farbspektrum ausgenutzt wird. Ich habe mich bemüht, daraus einen Hoodie zu kombinieren, der sowohl für Männer als auch für Frauen tragbar wäre und hoffe, dass mir das geglückt ist.

Zusammen mit einigen Pflegeprodukten, die auch auf der Bedarfsliste der Obdachlosenhilfe in Berlin standen, macht sich der Hoodie nun auf den Weg.

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Verwendetes Material: Bio-Baumwoll-Nicki und Bündchen von Lebenskleidung, Jersey-Rest, Baumwollkordel, 2 Ösen, SnapPap — Materialkosten: ca. 50 Euro (Nicki und Bündchen von Lebenskleidung zur Verfügung gestellt) — Arbeitszeit: ca. 2,5 Stunden — Schnitt: „Mr. Hood“ von Sara & Julez

Mama, ich will den Pinguinrucksack nicht mehr! | Kita-Rucksack | Upcycling

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Mein Sohn empfing mich beim Abholen von der Kita kürzlich mit den Worten: „Mama, ich will den Pinguinrucksack nicht mehr! Ich will einen schwarzen Rucksack!“.

Den „Pinguinrucksack“ habe ich meinem Sohn zu seinem Kita-Eintritt vor 2,5 Jahren genäht. Und ich kann verstehen, dass er ihn als nicht mehr ganz altersgemäß empfand. Im Grunde hatte ich vor Monaten schon vor, ihm einen neuen Rucksack zu nähen, aber wie das so im Alltag ist, gerät der Zeitplan schon einmal in Verzug.

Ein so deutlich geäußerter Wunsch allerdings hat mich dann doch veranlasst, meine Prioritäten noch einmal anders zu sortieren und so kam das Kitakind zu einem neuen Upcycling-Rucksack. In annähernd schwarz.

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Grundlage ist wie schon beim früheren Rucksack „Rudi“ von Lillesol & Pelle. Allerdings habe ich das Rückenteil etwas verlängert, die Träger deutlich mehr stabilisiert (Decovil light + Baumwollvlies) und das Innenfach weggelassen. Im Nachhinein hätte auch noch eine zusätzliche Stabilisierung des Rückenteils sein dürfen – das merke ich mir für’s nächste Rucksack-Projekt.

Materialtechnisch besteht der Rucksack aus einer alten dunkelgrauen (und sicher damals sehr lichtundurchlässigen) Gardine und einem schönen ausgedienten Hemd von Matthias für das Futter. Danke Matthias! Der Henkel war mal ein Gürtel. Für die Details habe ich einige Kleinteile neu zugekauft bzw. aus dem Fundus ausgegraben wie die orangefarbene Reflektorpaspel und den gelben Reflektorpunkt.

Der Rucksack ist seit zwei Wochen im Einsatz und tut, was er soll. Als Kita-Rucksack ist er ausreichend, als tatsächlich viel auf dem Rücken zu tragender Rucksack wäre technisch einiges nachzubessern. Mal sehen, ob uns dieses Thema irgendwann noch einmal beschäftigt. 🙂

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Verwendetes Material: alte Gardinen, aussortiertes Herrenhemd, alter Gürtel, wiederverwendeter Metallhaken, Vlieseline, Decovil light, Baumwollvlies, Reflektorpaspel und Reflektoraufnäher, Endlosreißverschluss, Druckknopf, Hosengummi, Rest Jersey, Gurtband, Metallschieber, Klarsichtfolie — Materialkosten: ca. 25 Euro — Arbeitszeit: ca. 6 Stunden — Schnitt: Rudi von Lillesol & Pelle

Wiederholungsprojekt Hochzeitshemd| Upcycling

Mein Sohn liebt es, zu besonderen Anlässen ein schickes Hemd mit Kragen und Manschetten anzuziehen. Und Wiederholungen liebt er sowieso. Anlässlich einer Hochzeit im Familienkreis musste mal wieder ein ausgedientes Hemd von meinem Mann herhalten als Material für ein neues Kinderhemd, so wie schon hier und hier.

Kragen, Manschetten und Knopfleisten nähen gehört ehrlich gesagt nicht zu meinen liebsten Näharbeiten. Deshalb bin ich besonders froh, schöne alte Hemden als Ausgangsmaterial zu haben. Die Knopfleiste lässt sich meist 1:1 übernehmen, Kragen und Manschette teilweise. So ist das neue Hemd doch um einiges schneller fertig.

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Verwendetes Material: aussortiertes Herrenhemd, Vlieseline — Materialkosten: ca. 3 Euro — Arbeitszeit: ca. 3 Stunden — Schnitt: Burda Modell 144 aus Heft 5/2010

Herbst-Gespenster | Hoodie

Ich bin kein Freund der Halloween-Feierlichkeiten, aber dieses süße Gespenst hat mich so angelacht, dass ich es doch gerne unter der Nähmaschine haben wollte.

Es mussten eh neue Pullis her, da der Sohn gewachsen ist und so gab’s einen kuscheligen Herbst-Pulli mit Gespenst (Freebie-Vorlage von pattydoo).

Als Material habe ich aus dem Upcycling-Fundus zwei alte Shirts in weiß und rotbraun ausgesucht, dazu den Rest von einem grauen Sweat, der noch hinten im Schrank schlummerte und die schönen rotbraunen Bündchen von Lebenskleidung.

Schnitttechnisch greife ich am Liebsten auf Altbewährtes zurück, weil das am wenigsten Fehlschläge verursacht: hier den Hide-Hoodie von Nosh. Meist nähe ich eine Nummer größer als benötigt, weil das in der Regel schon tragbar ist, aber länger hält. Bei dem Kuschelpulli passt es auch zum Stil finde ich.

Schöne Halloween und eine tolle Herbstzeit für euch! 🙂

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Verwendetes Material: ausgemusterte Shirts, Baumwoll-Sweat, Bündchenstoff von Lebenskleidung, Vlieseline — Materialkosten: ca. 15 Euro — Arbeitszeit: ca. 2,5 Stunden — Schnitt und Applikation: Hoodie „Hide“ von Nosh, Halloween-Applikation von pattydoo

 

Von der Liebe zum Walk | Walkjacke

Ich liebe es, Walk zu vernähen. Nur echten Wollwalk versteht sich. Unter meiner Nähmaschine sind schon ein paar Walkjacken hervorgekrochen: siehe hier für meinen Mann und hier für meinen Sohn plus eine für meinen Bruder, die leider DHL zum Opfer fiel. Noch mehr liebe ich es, Walk zu tragen. Deshalb habe ich mir nun meinen Wunsch nach einer selbstgenähten Walkjacke für MICH erfüllt.

Den eigentlich für Softshell-Jacken vorgesehenen Schnitt habe ich vor einiger Zeit schonmal für mich verwendet und seitdem war mir klar, dass ich diesen Schnitt und Walk auch einmal zueinander bringen muss.

Anders als laut Nähanleitung zum Schnitt vorgesehen, habe ich die Kapuze gefüttert und mit einem Raffgummi versehen. Außerdem habe ich den Schnitt natürlich noch meinen Maßen etwas angepasst.

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Verwendetes Material: Wollwalk „aubergine“ (100% Schurwolle) von Anita Pavani, Rest Baumwolljersey,  Jackenreißverschluss, Endlosreißverschluss, Kordel, Gummiband, Kordelstopper, Ösen, Webband  — Materialkosten: ca. 150 Euro — Arbeitszeit: ca. 6 Stunden — Schnitt: „Philippa“ von farbenmix

Erinnerungen an einen lieben Menschen

„Zu meinem Geburtstag bekam ich dieses schöne Mäppchen, über das ich mich sehr gefreut habe.

Es ist innen mit weißer Seide ausgekleidet und besteht außen aus Stoffen eines Herrenhemdes und einer Krawatte meines verstorbenen Mannes. Sie sind farblich gut aufeinander abgestimmt. In diesem Mäppchen werde ich für Reisen Schmuck und Kosmetika aufbewahren.“

Ich habe mich sehr geehrt gefühlt, die besonders erinnerungsträchtigen Kleidungsstücke dieser verstorbenen Person anvertraut bekommen zu haben, um daraus ein Erinnerungsstück zu schaffen, das eine neue Aufgabe im Alltag erhält. Vielen Dank für das Vertrauen! Und vielen Dank auch für die Bereitschaft, den obigen Text für den Blog zu verfassen!

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Verwendetes Material: Krawatte und Hemd des Verstorbenen, weiße Seide (100%) von Anita Pavani, Bio-Ecopell-Leder in blau, Endlos-Reißverschluss, Vlieseline — Materialkosten: ca. 8 Euro — Arbeitszeit: ca. 1,5 Stunden — Schnitt: „Pythagola“ von Fusselline

Stiftemäppchen | Upcycling | Feierabendprojekt

Für die Arbeit brauche ich immer mobiles Material, das ich schnell einpacken und mitnehmen kann. Buntstifte gehören da eigentlich zur Grundausstattung. In einem einfachen Mäppchen sind die Stifte jetzt immer griffbereit.

Als Material dienten mir alte Polstermöbel-Griffproben, Reste Bio-Ecopell-Leder und ein Upcycling-Reißverschluss.

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Verwendetes Material: alte Leder-Griffproben, Rest Bio-Ecopell-Leder in hellgrün, Upcycling-Reißverschluss — Materialkosten: ca. 1 Euro — Arbeitszeit: ca. 30 Minuten

Sommerhut

Im Urlaub war dieser Sommerhut genau das richtige für meinen Sohn, denn die Sonnenintensität war schon eine andere als bei uns zu Hause. Mit dem Nackenschutz, der auch die Ohren abdeckt, und dem großen Sonnenschirm vorne schützt der Hut wirklich sehr gut. Der Schnitt ist von Schnabelina.

Statt des Bändchens zum Raffen des Hutteiles habe ich hinten ein breites Gummiband eingenäht. Der Hut sitzt dadurch so gut, dass selbst bei Wind die Bindebänder eigentlich überflüssig sind.

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Verwendetes Material: Stoffreste Webware und Jersey für die Bindebänder, ausgediente Bluse, Vlieseline — Materialkosten: ca. 3 Euro — Arbeitszeit: ca. 1 Stunde — Schnitt: Sommerhut von Schnabelina

Urlaubszeit | Upcycling Basic-Shorts

Noch rechtzeitig vor dem Familienurlaub gab’s einen Schwung kurze leichte Hosen für meinen Sohn.

Das Material stammt komplett von alten Kleidungsstücken von mir, meinem Mann und von Matthias – danke dafür!

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Verwendetes Material: Ausgemusterte Hosen, T-Shirts, Pullis und Herrenhemden, Hosengummi — Materialkosten: ca. 5 Euro — Arbeitszeit: ca. 20 Minuten pro Hose — Schnitt: Modell 140/141 aus Burda 07/2010

Geldbörse | Lebensqualität und Alltagsgenuss

Haptisch und optisch schöne Alltagsgegenstände erhöhen doch stark die tägliche Lebensqualität finde ich. Vor etwa 8 Jahren habe ich mich sehr gefreut, als meine damalige Mitbewohnerin mir von ihrem Studiensemester in China ein hübsches, einfaches Reißverschlusstäschchen mitbrachte, das kurz darauf als Gemeinschaftsgeldbörse im gemeinsamen Haushalt mit meinem jetzigen Mann in den Dienst ging. 8 Jahre täglicher Beanspruchung gingen nicht spurlos an dem zarten Täschchen vorbei, sodass Funktion und Optik zunehmend eingeschränkt waren und kürzlich der Reißverschluss vollends den Dienst an den Nagel gehängt hat. Nach dem einen oder anderen Malheur mit auf dem Boden verstreuten Münzen und einem leeren Portemonnaie an der Kasse musste dringend ein Nachfolger her. Und eben dieser bringt nun wieder neuen Genuss in unseren Einkaufs-Alltag.

Der Schnitt ist denkbar einfach: In ein großes Umschlagteil habe ich ein einzeln genähtes Reißverschlusstäschchen eingesetzt, alles miteinander verbunden und als Verschluss einen großen Knopf mit Gummiband angebracht.

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Verwendetes Material: Bio-Ecopell-Leder, Lieblingsstoffreste, Gummikordel, Vlieseline, Endlosreißverschluss, Steinnussknopf (Anita Pavani) — Materialkosten: ca. 20 Euro — Arbeitszeit: ca. 2,5 Stunden